Montag, 8. Dezember 2014

Sommer und Weihnachten

Seid gegrüßt!
Tut mir leid für die etwas längere Pause.
Jeder Tag ist natürlich etwas besonderes hier, aber der allgemeine Tagesablauf ist relativ ähnlich.
Ich habe mittlerweile mit vielen verschiedenen Truck-Drivern zusammen gearbeitet, wobei sie alle eine Gemeinsamkeit haben: Alle sind Inder und niemand ist pünktlich. Manche Tage waren schon ziemlich lustig. Die einen regen sich über zuviel Arbeit auf, aber gleichzeitig auch über zuwenig, die anderen sind ziemlich faul und machen nur das nötigste, manche pfeifen allen Frauen hinterher und einer, Aman, regt sich generell über alles auf. Die Tage mit ihm waren immer am witzigsten. Dazu habe ich schon die verrücktesten Möbelstücke ausgeliefert. Zum Teil kann ich gar nicht glauben, dass jemand für sowas so viel Geld ausgegeben hat.

Nun aber gab es vor zwei Wochen eine nette Nachricht für uns. Wir würden einen eigenen Truck bekommen und jeden Tag zusammen arbeiten. Diese Woche ist es wirklich so weit! Morgen oder übermorgen werden Adrian und Ich unseren eigenen Truck von der Firma gestellt bekommen. Wir machen die Straßen auf der anderen Seite der Welt unsicher. Wir freuen uns sehr und hoffen, dass es ziemlich amüsant und "busy", wie man es hier nennt, bleibt.
Damit wir in den letzten Wochen immer zum vereinbarten Treffpunkt kommen konnten, mussten wir die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Manchmal ist dies ziemlich lästig, man könnte meinen, dass die Verspätung der Bahn Konkurrenz machen möchte. Aber anderseits ist hier das größte Tramnetz der Welt und man kommt eigentlich überall hin.
Wenn man in Melbourne feiern gehen möchte, kommt man nicht um den Crown Entertainment Complex herum. In diesem riesigen Komplex befinden sich drei Nachtclubs, das größte Casino Australiens, etliche Einkaufsläden und viele Restaurants. Einfach faszinierend! Am Wochenende ist dort mehr als auch nur der Bär los..!
Ein wenig ist es schon her, aber neulich sind wir an einem freien Tag im Dandenong Ranges National Park gewesen. Dieser Nationalpark besteht aus einem riesigen Wald und man kann an den höchsten Punkt des Parks über 1000 Stufen gelangen! Das war natürlich ziemlich anstrengend, aber zugleich wunderschön durch die sehr frische Luft und den vielen kleinen Bächen nebenbei. Dieser Ausflug war eine super Abwechslung zum städtischen Leben.
Nun liegt ja auch noch bald Weihnachten vor der Tür. Persönlich bin ich noch nicht im Weihnachtsfieber, aber die Stadt ist schon stark geschmückt. Das ist alles etwas komisch, die Kombination von Sommer und Weihnachten passt mir einfach nicht. Winter und Weihnachtsmarkt ist doch das Beste!
Hier sind noch ein paar Impressionen..






Ein Saal der Bibliothek

Es kann auch mal neblig sein..



Ich wünsche euch allen eine fröhliche Weihnachtszeit!
Euer Jojo :-*


Mittwoch, 5. November 2014

Work time - Move My Stuff

Mal ein anderer Bericht..
Wir arbeiten seit über einer Woche für MoveMyStuff. Die Firma besitzt 17 Trucks, somit zusammen mindestens 34 Truckdriver und Truckjockeys. Wir treffen uns jeden Morgen aufs Neue mit unseren "Truckdrivern" an einem abgesprochenen Ort und fahren los zum ersten Job. Manchmal ist es ein kleiner Umzug, machmal ein Großer und manchmal eine einfache Lieferung. Die Jobs werden aus dem Office spontan vergeben. Sobald man einen Job erledigt hat, ruft der Truckdriver im Office an und man bekommt einen neuen Auftrag zugeschickt. So geht jeder Tag rum bis keine Jobs mehr verfügbar sind. Dann ist Feierabend, meistens so am späten Nachmittag oder frühen Abend. Leider gab es jetzt schon drei Tage, an denen sehr wenige Jobs verfügbar waren, sodass wir kaum oder gar nicht arbeiten konnten. Hoffentlich gibt es in Zukunft davon nicht all zu viele. Ansonsten sind wir sehr zufrieden mit dem Job.
Nebenbei haben wir eine ziemlich große Wohnung gefunden, die wir mit einem Franzosen und einer Israelin teilen. Wir haben ein großes eigenes Zimmer und dazu gibt es eine große offene Küche und ein kleines Wohnzimmer. Wir fühlen uns viel wohler als in einem Hostel und jetzt können wir auch endlich selbstständig viel kochen und gemütlich frühstücken.
Man erlebt natürlich nebenbei auch noch viele neue Dinge, die Großstadt wirkt immer noch etwas fremd und unfassbar aber man gewöhnt sich so langsam daran. Wir fahren täglich mit der Straßenbahn, aber dennoch merke ich jedes mal, wenn ich auf die Skyline von Melbourne blicken kann, dass die Dimensionen hier immens anders sind als Zuhause.

Mit vielen lieben Grüßen,
Euer Jojo :-*

St. Kilda Beach

Na, was für ein Tier ist das wohl?

..richtig, ein Pinguin in Melbourne!

Montag, 27. Oktober 2014

Melbourne

Die „getrennte“ Woche ging genauso schnell rum wie jede andere hier mittlerweile. Nachdem wir dann zwei Wochen lang dieses Wax verkauft haben und leider dabei bei weitem nicht genug Geld eintreiben konnten, beschlossen wir den Job wieder zu kündigen. Daraufhin haben wir noch zweieinhalb Tage in Sydney verbracht, in denen wir nochmals den botanischen Garten genossen und mit der Fähre über den Harbour fuhren. An einem Abend davon wurden wir von Marta, der Schwester der Schwägerin von Papa’s neuem MA, zum Abendbrot eingeladen. Wir hatten einen sehr lustigen und schönen Abend, haben lange Karten mit ihrer Familie gespielt und sie gab uns noch ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg um vielleicht einen guten neuen Job zu finden.
Am Montag Abend, den 20.10, fuhren wir mit dem Bus nach Melbourne. Nach 12 Stunden Fahrt kamen wir am Dienstag um 7 Uhr morgens hier an. Der Grund, warum wir Melbourne wählten, war, dass wir ein Vorstellungsgespräch bei einer Umzugsfirma hatten. Von diesem Job hatten uns zuvor andere Backpacker aus Deutschland berichtet. Außerdem hatten wir in Sydney alles versucht um einen guten und profitablen Job zu finden, aber waren leider nicht erfolgreich.
Nun sind wir in Melbourne angekommen, waren beim Vorstellungsgespräch und haben einen Job als „Truck Jockey“ bekommen. Ab dem kommenden Dienstag, den 28.10, helfen wir also Menschen beim Umziehen von einem Haus in ein neues Haus.
In der vielen freien Zeit, die wir bisher hier hatten, haben wir uns die Stadt angeguckt, waren in dem botanischen Garten hier, sind zu einem schönen Strand gefahren und hatten ein herrliches BBQ. Die Stadt selber ist immer noch genauso teuer wie Sydney, aber viel ruhiger und meiner Meinung nach auch schöner. Nachts hat man einen unglaubliche geilen Ausblick auf die Skyline von Melbourne und tagsüber kann man viel Stauen in der Stadt. Es gibt viele Museen, große Kirchen, ein großes SeaLife und sehr edle Restaurants entlang des Ufers in Southbank, aber alleine durch die Straßen zu gehen und die Stadt zu genießen beeindruckt schon sehr. Der Tag am Strand in Beaumaris war ebenfalls sehr schön. Wir sind dort sehr lange an der Küste und an den Klippen spazieren gewesen.
Letzten Freitag hatten wir ein sehr leckeres BBQ. Wir wurden früh morgens von Charles, einem Freund von Freunden von Adrian’s Großeltern (Immer diese einfache Art von Beziehung :-D) an unserem Hostel abgeholt und fuhren zwei Stunden lang ins Outback. Er hat uns viel über die Stadt und die Umgebung erzählt. Wir sind durch kleinere Städte gefahren, die teilweise vor fünf Jahren komplett durch einen Waldbrand niedergebrannt worden sind und dann neu aufgebaut wurden, und kamen schließlich auf einem riesigen Grundstück mit einem großen Haus und mehreren Garagen an. Soweit das Auge gucken konnte waren nur Wiesen und Flüsse zu sehen, und alles gehörte Charles. Wir waren sehr beeindruckt und freuten uns im Outback zu sein. Am Fluss brachte er uns angeln bei und zeigte uns ein Teil seines Anwesens. Dabei kamen wir sogar einer Schlange sehr nah, die - wie sich später herausstellte - die zweitgiftigste Schlange der Welt ist. Zusammen mit dem BBQ und allem anderen drum und dran ging auch dieser Tag dann sehr schnell rum. Es war einer der besten Tage bisher, die Sonne schien den ganzen Tag und die Erfahrungen werde ich nie vergessen.
Brown Snake












Trotz all den schönen und aufregenden Erlebnissen und Erfahrungen möchten wir nun gerne einen geregelten Tagesablauf erreichen, bei dem wir auch unser eigenes Geld mit dem guten Gewissen, dass wir vieles davon für sparen können, verdienen. Somit freuen wir uns sehr auf Dienstag und haben große Hoffnungen.
Soweit die neusten News aus DownUnder.
In den vergangenen Tagen hatte ich immer wieder sehr schöne Telefonate. Ich freue mich, dass ich trotz der kleinen Entfernung so viel aus Hildesheim mitbekommen kann und der Kontakt so gut steht.

Viele liebe Grüße aus Melbourne,
Jojo :-*




Ausblick auf Melbourne nachts

Beaumaris Beach

Sonntag, 12. Oktober 2014

"Willkommen in der Arbeitswelt"

Hallo zusammen! :-)
Jetzt sind zwei Wochen extrem schnell rumgegangen und ich habe heute das erste mal so richtig wieder Zeit gehabt, um etwas mehr zu entspannen und mal wieder etwas zu berichten.
Wir arbeiten nun als Independent Contractor für STM und verkaufen nun jeden Tag aufs neue Cleaning Wax. Somit sind wir im Arbeitsalltag angekommen und arbeiten von früh morgens bis Abends an verschiedenen Eventsites. Deswegen gibt es im Großen und Ganzen nicht viel zu berichten im Moment.
Wenn wir etwas freie Zeit haben, versuchen wir sie in den schönen und großen Parks hier zu verbringen oder laufen am Ufer des Darling Harbours entlang. Dabei können wir uns ganz gut von der schon anstrengenden Arbeit ablenken und das Leben hier genießen. Wenn wir dann auf irgendeiner Parkbank unter hohen Bäumen sitzen und 50 Meter neben uns riesige Skyliner sind, haben wir das Gefühl, dass das alles nicht real ist. Es geht alles so schnell, auf einmal sind wir schon einen Monat in Australien. Diese kleinen schönen Dinge muntern uns auf und wir freuen uns sehr hier sein zu können und wenn wir dann genug Geld verdient haben, geht das Traveln richtig los :-)) Abends kochen wir uns dann immer etwas schönes, bevor wir dann wieder schlafen gehen müssen, damit wir nicht zu Müde für den nächsten Tag sind.
Weil das Wetter hier schon so gut ist, waren wir die letzten beiden Wochenenden immer am Strand. Palm Beach, Manly und Coogee haben wir bisher besucht, wobei Palm Beach der mit Abstand schönste Strand ist! Das Rauschen des Meeres und die heiße Sonne machen diese Ausflüge unvergesslich!
Palm Beach

Nun steht eine neue Woche vor der Tür. Adrian fährt mit der Firma auf einen Roadtrip nach Canberra, ich halte hier die Stellung. Mal sehen wie das wird, ich bin gespannt auf seine Eindrücke! Aber auch diese Woche wird wohl wieder sehr schnell umgehen, da der Alltag besagt: Aufstehen, Frühstücken, Arbeiten, Abendbrot, Schlafen gehen.
Soweit die aktuellsten News aus Sydney. Ich werde mich bei Neuigkeiten wieder melden!

Dieser erste Monat ging nun doch ziemlich schnell rum. Ich kann noch gar nicht richtig glauben, dass ich schon so lange hier bin. Hoffentlich vergeht nur die Arbeitszeit so schnell - das Traveln möchte ich ja dann so lange wie möglich genießen! :-))

Ganz herzliche Grüße an mein geliebtes Zuhause und an alle Leute, die es so perfekt machen!
Und an dieser Stelle ganz besonders an die Urbros<3! Ihr seid die Besten! Und wisst ihr was? Giulio - Amerika. Marc - Kanada. Ich - Australien. DIE WELT GEHÖRT UNS!

Euer Jojo :-*

Eine Skyline von Sydney

Palm Beach




Montag, 29. September 2014

Die Zeit vergeht immer schneller!

Die letzte Woche ging dann irgendwie ziemlich schnell vorüber. Mittwoch hatten wir das Vorstellungsgespräch bei STM International, welches sehr vielversprechend und interessant klang. Wir wurden für heute, Montag, den 29.09, zu einem Probearbeiten eingeladen. Danach haben wir noch mal den frühen Abend im Royal Botanic Garden verbracht. Es ist super schön dort und man kann echt gut zur Ruhe kommen, was ab und zu ziemlich gut tut bei dem ganzen Großstadtlärm und Stress um einen herum.

Donnerstag hatten wir unser Job-Training bei Amnesty International. Es verlief gut und wir wussten, da kommt einige Arbeit auf uns zu. Wir gingen mit einem guten Gewissen in den restlichen Tag hinein, weil uns gesagt wurde, dass wir über das Wochenende bescheid gesagt bekommen, wo wir uns am Montag einarbeiten sollen. Dazu später mehr. Den Rest des Tages verbrachten wir mit der Suche nach einer neuen Unterkunft und einer Bar, in der wir uns ein Bier leisten konnten. Leider fanden wir keine:(  Freitag haben wir das bisherige Hostel verlassen und sind in ein neues Hostel in Glebe eingecheckt. Es liegt mit der Straßenbahn 15 Minuten von Sydney entfernt und ist ebenfalls sehr ordentlich. Außerdem ist die Gegend viel ruhiger und die Atmosphäre deutlich entspannter. Wir haben erstmal für eine Woche ein Doppelzimmer, aber wahrscheinlich werden wir diese Zeit noch verlängern. Dann sind wir mit Bus und Bahn zum Bondi Beach gefahren. Unser erster Eindruck von der Strandpromenade aus war atemberaubend. Der Strand ist zwar nicht besonders lang, aber dafür sehr breit und im Meer spiegelte sich der blaue Himmel. Obwohl die Sonne schien, war es durch den Wind vom Meer sehr frisch. Wir gingen die Promenade entlang bis zu den Felsen und Klippen. Von dort oben war der Blick noch geiler. Und jedes mal, wenn die Wellen mit voller Wucht gegen die Felsen schlugen, wurde einem die ungeheure Kraft des Wassers bewusst und man sah eine Fontäne nach der anderen. Dann ging es irgendwann wieder zurück ins neue Hostel, denn dort gab es BBQ. Es war nicht das beste BBQ, aber da sind wir wohl etwas verwöhnt von Zuhause. In der Nacht fanden wir dann eine Bar, in der viele junge Leute waren und wir etwas chillen konnten. Samstag hingen wir im Hostel etwas rum und gingen einkaufen, damit wir uns was kochen konnten. Am Ende gab es Nudeln mit Bolognese, was sehr gut geschmeckt hat. Dazu planten wir unseren Ausflug in die Blue Mountains am Sonntag, denn man kann jeden Sonntag für 2,50$ alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.
Bondi Beach

Sonntag fuhren wir also 2 Stunden mit dem Zug in die Blue Mountains. Als erstes haben wir uns die Three Sisters angeguckt und über den Wahnsinns Ausblick gestaunt. Danach gingen wir hinab zu den Wanderwegen und wollten einen Weg zu einer Seilbahnstation finden. Wir haben uns leider verlaufen und kamen nie an unserem Ziel an. Wir suchten einen Weg hinaus und kamen zu den "Giant Stairways". An diesem Punkt musste man 900 Treppenstufen hochgehen, um aus dem National Park der Blue Mountains herauszukommen. Danach waren wir ziemlich erschöpft und machten uns auf den Rückweg. Gegen 22 Uhr sind wir dann im Hostel angekommen und konnten auf einen schönen und aufregenden Ausflug zurückschauen.

Leider haben wir über das gesamte Wochenende keine Nachricht von Amnesty Int. erhalten, nicht einmal auf Nachfrage. Somit gingen wir dann heute zu dem Probearbeiten von STM. Erstmal fuhren wir eine Stunde aus der Stadt heraus, bis wir dann bei einer Tankstelle irgendwo in der Umgebung landeten. Dort bauten die beiden Angestellten, die uns die Arbeit zeigen sollten, einen kleinen Stand auf und fingen sofort an jeden Autofahrer, der dort tankte, anzusprechen, um denen das Produkt zu verkaufen. Es handelt sich dabei um ein sprühbares Wax, mit dem man ohne Wasser alle glatten Oberflächen wie Autotüren, Fernseher, iPads und Fenster putzen kann. Es entfernt wirklich den kompletten Staub und Dreck und soll angeblich bis zu sechs Monate Schutz vor Staub bieten, aber der Preis dafür ist meiner Meinung nach komplett übertrieben. Ich würde das Zeug nicht kaufen, aber hier gibt es genug Leute, die sich davon beeindrucken lassen. In der Stunde, in der wir dort gewesen sind, haben die beiden einiges verdient. Danach sollten wir wieder zurück ins Büro fahren, um beim "Final Appointment" zu erfahren, ob wir den Job kriegen. Wir haben ihn bekommen und fangen Donnerstag mit einem weiteren Jobtraining bei STM an. Hoffentlich klappt diesmal alles, wie wir uns das vorstellen! Denn während wir ins Büro fuhren, bekamen wir eine E-Mail von Amnesty, dass sie uns doch nicht stündlich bezahlen würden, sondern nur auf Kommission, welche lächerlich gering wäre. Gut, dass wir heute zu STM gegangen sind. Somit ist Amnesty für uns jetzt abgehakt, aber dennoch fanden wir die gesamte Aktion ziemlich dreist.

Nun gucken wir was die Woche noch so mit sich bringt. Aber von dem ganzen Job-Organisations-Stress abgesehen, haben wir uns hier gut eingelebt und hoffen jetzt, dass eine geile Zeit auf uns wartet.
Nebenbei denke ich auch oft an alle Zuhause und hoffe sehr, dass es euch allen gut geht und ihr mir ja Gesund und Munter bleibt!
Liebe Grüße aus Sydney, euer Jonathan <3

Blick auf Sydney aus dem botanischen Garten


Blick vom Opera House auf die Skyline von Sydney



Bondi Beach

Klippen Bondi Beach




Blue Mountains

Vorne: Three Sisters


Dienstag, 23. September 2014

Die erste richtige Woche ist angebrochen

Es sind drei weitere Tage vergangen, mein Heimweh ist gestiegen, weil alles doch irgendwie ziemlich neu und anders ist, vokalem sehr ungewohnt. Das Zuhause-Gefühl fehlt. Dennoch bin ich sehr zufrieden bisher, immerhin haben wir innerhalb von zwei Arbeitstagen so einiges geschafft.
Am Sonntag haben wir erstmal bis 13 Uhr verschlafen, aber das machte nichts, da wir eh nicht viel geplant hatten, außer die Umgebung von Sydney zu erkunden. Ein anderer Traveler aus unserem Zimmer, der lustig und schon etwas älter war, ich schätze mal um die 50, hat uns am Samstag Abend noch empfohlen, ein Ticket am Bahnhof zu kaufen, mit dem man angeblich alle Züge, Busse und Fähren nutzen kann, um damit in die Vororte von Sydney zu kommen und etwas mehr zu sehen als nur die Innenstadt. Er gab uns folgende Beschreibung, wo und wie wir dieses Ticket kaufen können: "Yeah, you go to the dingdingding (mit seinen Fingern hat er angedeutet, dass er auf den Bildschirm eines Fahrkartenautomaten tippt) and then you do this and dipdüp (tippte auf seinem virtuellem Bildschirm weiter..) and then you have it." Er zeigte uns stolz sein Ticket, dass für einen Erwachsenen nur 3,60$ kostete, aber mit den Aufschriften konnten wir nichts wirklich anfangen, da nur Abkürzungen zu sehen waren. Wir dachten uns - so schwer kann es nicht sein, und wenn es so günstig ist, wieso nicht - und gingen dann Sonntag zum Bahnhof. Am Automaten kamen komischer Weise immer Preise jenseits von 30$ und mehr heraus für Tagesfahrkarten. War wohl doch nicht so einfach. Irgendwann haben wir es dann hoffnungslos aufgegeben und uns entschieden, ein schönes Abendbrot einkaufen zu gehen.
Auf dem Weg zum Supermarkt hat uns Sydney nochmal begeistert. Es ist echt schön hier!
Wir gingen zum Supermarkt und kauften Brot, Aufstrich, Gemüse und Erdbeeren. Somit genossen wir dann am Abend einen entspannten, etwas verpeilten Tag und Adrian legte sich früh schlafen. Die Nacht zuvor war nämlich wieder ziemlich schlaflos gewesen. Ich habe dann sehr lange mit meiner Mama geskypt und sie hat mir viel Mut und Zuversicht für die kommenden Monate zugesprochen und gesagt, dass mein Heimweh bald weg sei und es ganz normal sei, wenn man einen so neuen Lebensabschnitt beginnt. Ich war sehr froh sie sehen zu können und es hat mir wirklich zusätzlich Kraft gegeben, so konnte ich dann ganz entspannt schlafen gehen. Vielen lieben Dank Mama! Es hat mich sehr gefreut, dass ich so nah bei dir sein konnte bei dieser großen Entfernung!
Montag hatten wir dann unser erstes 'Job-Interview' (wie es hier genannt wird). Es gab die Auswahl entweder für eine Charity oder für eine Solar-Panel Firma zu arbeiten. Wer sich diese Kombination unter einem Dach ausgedacht hat, wissen wir auch nicht. Wir haben gesagt, dass wir beides machen würden. Noch am selben Tag erhielten wir die Einladung zu einem Job-Training für die Solar-Panel Firma am Dienstag - wir hatten den ersten Job sicher. Zeitgleich haben wir noch eine weitere Einladung für Dienstag zu einem Bewerbungsgespräch bei Amnesty International erhalten! Dienstag stand also viel auf dem Tagesplan. Außerdem hat sich jeder von uns ein Bankkonto bei einer Australischen Bank eingerichtet und eine Steuernummer beantragt. Jetzt waren wir bereit für den Anfang jeder Arbeit. Wir sind komplett vorbereitet und ausgestattet.
Nun stand der heutige Dienstag vor der Tür. An diesem Tag hatten wir wohl bisher am meisten zu tun. Wir mussten aus dem bisherigen Hostel auschecken (es war sehr gepflegt und ordentlich dort, aber wir haben ein anderes Hostel gefunden, bei dem wir zu einem niedrigeren Preis ein Doppelzimmer bekamen und hoffen nun, Abends unsere Ruhe zu haben), dann zu dem Job-Interview von Amnesty International in North Sydney, danach zu dem Job-Training von der Solar-Panel Firma, anschließend im neuen Hostel einchecken und letztendlich noch Abendbrot besorgen. Wir haben alles geschafft. Dazu mussten wir uns ja noch entscheiden, ob wir bei der Solar-Panel Firma den Arbeitsvertrag unterschreiben oder nicht. Im Laufe des Job-Trainings bekamen wir zum Glück dann per SMS von Amnesty Int. eine Bestätigung, dass wir dort am Donnerstag mit einem Job-Training anfangen können. Schnell war für uns klar, dass wir bei der Solar-Panel Firma nicht unterschreiben werden - viel zu gut war das Angebot von Amnesty Int. im Vergleich bezogen auf Gehalt und Arbeitsintensität.
Daher wir noch weitere Bewerbungen an andere Arbeitgeber geschickt haben, bekamen wir auch noch eine Einladung für ein Bewerbungsgespräch von einer Sports Sales Marketing Firma Namens STM International. Jetzt haben wir morgen auch dort noch ein Job-Interview. Und wer weiß, vielleicht kriegen wir ein noch interessanteres Angebot als das Vorliegende von Amnesty Int., aber das warten wir jetzt erstmal ab. Aufjedenfall sollen wir in 'business attire' erscheinen.
Ich persönlich bin sehr froh, dass alles wie geschmiert bisher verläuft und wir bisher keine Probleme irgendwo hatten. Es macht mir viel Spaß hier und das, was ich bisher gesehen und erlebt habe, ist echt sehr beeindruckend und aufregend. Mein Fazit nach fünf Tagen: Sydney ist geil, teuer und spannend. So langsam kommen wir hier auch Gedanklich immer besser an.

Eben habe ich noch mal mit meinem Papa telefoniert, es freut mich immer sehr was aus Deutschland zu hören und zu wissen, dass meine Familie für mich da ist! Thank you!
Auch ein riesen Dank an alle meine lieben Freunde, die sich oft nach mir erkundigen und mir zusprechen, wenn ich grade mal an meine Heimat denken muss und traurig werde. Ich vermisse euch alle sehr! Aber ich sehe schon die Tage, wo wir alle wieder zusammen wie ein Hurricane über Hildesheim fegen und feiern werden!
Euer Jojo :-*

Samstag, 20. September 2014

Hinreise und die ersten beiden Tage in Sydney

Am Mittwoch, den 17.09.2014, ging es los. Nachdem Ich vormittags meine Sachen gepackt habe, fuhren wir gegen Mittag los nach Frankfurt zum Flughafen. Es begleiteten mich meine Schwester, Marc, Bine und mein Papa, worüber ich sehr froh und dankbar gewesen bin. Am Flughafen traf ich dann Adrian, mit dem ich alles zusammen geplant hatte und mit dem ich die nächsten 10 Monate zusammen verbringen werde.
Der Abschied am Flughafen war sehr schwer. Ich ging mit Tränen in den Augen zu den Sicherheitskontrollen, ein letztes mal noch umgedreht, gewunken und schnell war klar: Diese wunderbaren Menschen sehe ich sehr lange nicht mehr. Herzlichen Dank nochmal!!
Der erste Flug nach Singapore war angenehm und ging schnell rum. Nachdem wir am Changi Airport landeten, schauten wir uns gemütlich im Flughafen um. Von dem Schmetterlingsgarten und dem künstlichen Teich in Terminal 3 über den Kaktusgarten bis hin zu dem Swimmingpool auf der Dachterasse in Terminal 1, es gibt dort einfach alles. Wir waren schwer beeindruckt.
Dann wurde es auch schon Zeit für den nächsten Flug. Und auf einmal wurde uns klar: Nächster Stop Sydney!
Dementsprechend konnte ich kaum schlafen auf dem Flug, aber in einem A380 macht das nichts. Der Flieger ist echt super bequem und sehr ruhig.
Erster Blick auf Sydney
Wir sind am Freitag, den 19.09.2014, um 5:30 Uhr gelandet. Vorbei an den Passkontrollen haben wir unser Gepäck eingesammelt und standen plötzlich vor dem Airport in Sydney. Es war ein wunderbares Gefühl! Ich konnte es kaum fassen und dazu war ich noch ziemlich müde vom Flug.
Wir nahmen den Zug in Richtung 'Sydney Central Station'. 17$ - eine Frechheit, aber es gab keine andere Möglichkeit.
Wir gingen in unser Hostel, dass wir bereits aus Deutschland gebucht hatten, packten unser Gepäck in Schließfächer und mussten uns bis 13 Uhr gedulden, ehe wir in unser Zimmer konnten. Das Hostel machte von Anfang an einen guten und sauberen Eindruck.
Links unser YHA Hostel
Wir gingen also ohne jeden Plan einfach um die Blocks hier, versuchten uns klar zu machen, dass wir in Sydney angekommen sind. So richtig gefasst haben wir das erst am nächsten Tag. Als wir dann endlich in unser Zimmer konnten, sind wir sofort ins Bett gefallen. Um 20 Uhr machten wir uns fertig und gingen essen. Der Schock von den hohen Preisen überall sitzt immer noch ziemlich tief. Wir kehrten danach zurück ins Hostel, chillten in der Lobby und schauten schonmal nach den ersten Jobs. Dann wollten wir eigentlich schlafen gehen, um uns an die Zeitverschiebung zu gewöhnen, aber einer aus unserem Zimmer schnarchte so laut, dass dies nicht möglich war. Erst um 4:30 Uhr fanden wir Schlaf.
Dennoch sind wir am nächsten Morgen um 9 Uhr aufgestanden und haben uns vorgenommen, die Stadt zu besichtigen und erste wichtige Dinge zu besorgen. Die Banken hatten zu, aber eine Handynummer haben wir bekommen. Dann gingen wir zu Fuß die gesamte George Street entlang - bis zum Sydney Opera House. Es war unvorstellbar, Adrian sagte zu mir: 'Das ist das, was wir sonst nur auf Bildern gesehen haben und jetzt sind wir hier.' Die Sonne schien und wir gingen durch den Royal Botanic Garden zurück in die Stadt und dann ins Hostel.
Ich freue mich auf die nächsten Tage und bin gespannt was alles in den nächsten Monaten passiert.
Tausendfachenlieben Dank an meinen Papa!!
Viele Grüße aus Sydney,
Jonathan :-*

P.S.: Herzlichen Dank auch an alle meine Freunde, die zum Teil sogar noch Dienstag vorbei gekommen sind - IHR SEID DIE GEILSTEN! Ich werde euch vermissen.


Blick aufs Opera House


Sydney Harbour Bridge


Ein Blick auf die Skyline vom Royal Botanic Garden


Ein Weg durch den Hyde Park