Samstag, 14. Februar 2015

North Queensland

Nach einer 10 stündigen Busfahrt sind Adrian und Ich in Adelaide angekommen. Das Wetter war super, an allen drei Tagen hat die Sonne geschienen und es waren über 30°C. Als wir uns in der Stadt etwas umgeschaut haben und einen kleinen Überblick hatten, waren wir etwas erstaunt. Dafür, das Adelaide eine Millionenstadt ist, war die Innenstadt doch sehr klein und komplett anders als in Melbourne oder Sydney. Es gab sogar eine große Fußgängerzone wie in Deutschland - aber keine Wolkenkratzer oder Bürotürme. Den einen Tag sind wir durch den Cleland Nationalpark bis zum Aussichtspunkt des Mount Lofty gewandert. Auf dem Weg haben wir eine kleine Kangaroofamilie und einen Koala in freier Wildbahn gesehen.

Vom Mount Lofty hatte man einen absolut wahnsinnigen Ausblick über Adelaide. Man konnte über die gesamte Stadt hinweg bis zum Ozean schauen. Am Freitag Abend waren wir noch im Kino, American Sniper. Ein guter Film mit einer wahren Geschichte. Ich persönlich finde, dass es sich lohnt den anzugucken und kann ihn nur weiterempfehlen.

Somit ging die Zeit in Adelaide schnell rum und schwuppdiewupp saßen wir im Flieger nach Cairns.
Die Lagoon in Cairns
Vom trockenen South Australia ging es in die Tropen nach North Queensland. Den Klimawechsel bekamen wir direkt zu spüren. Die Luftfeuchtigkeit war bei 90% und dazu waren es nahezu rund um die Uhr über 30°C. An unserem Ankunftstag hat es geschüttet wie aus Eimern, an vielen Straßen ist das Regenwasser gar nicht mehr abgelaufen und die Fußgängerwege waren komplett geflutet. "Willkommen in der Regenzeit". 
Cairns selber ist aber keine besonders aufregende Stadt. Ziemlich klein, aber alles auf Tourismus ausgelegt. An jeder Ecke waren Hotels und Hostels. So verbrachten wir die ersten beiden Tage bei Regen in der Lagoone und irgendwo in der Stadt. Am ersten Abend haben wir uns noch mit Sina und ihrer Freundin Zoe getroffen und haben einen gemütlichen Kinoabend in unserem Zimmer veranstaltet - schön mit ein paar Pizzen von Dominos.
Am Montag stand dann unser erster Ausflug an. Wir hatten eine Tour in den Regenwald mit Uncle Brians gebucht. Früh morgens wurden wir abgeholt mit einem kleinen Bus. Der hielt dann noch an weiteren Unterkünften, bis alle eingesammelt waren. Dann ging es in Richtung Regenwald. Der erste Stop war in Babinda. Dort hat uns unser Tourführer Rob etwas über den Regenwald erzählt und am Ende sind wir in einem Fluss mit einer netten Strömung mitten im Regenwald baden gegangen. Es ging weiter in den Wooroonnooran Nationalpark, danach zu den Milla Milla Falls und am Ende zum Lake Eacham, welcher ein Vulkansee voll mit Regenwasser ist. Auch dort waren wir baden. Die Wassertemperatur war gefühlt wärmer als jeder beheizter Pool - unglaublich. Das Highlight am Lake Eacham war ein Baum, der über den See in ungefähr 5-6 Meter Höhe ragte, auf den wir klettern durften und dann in den See springen konnten. Zusammengefasst war diese Tour einfach der hammer und voller Spass und Abenteuer! Dieser Ausflug hat sich richtig gelohnt! 
Für den nächsten Tag hatten wir eine nervenkitzelnde und atemberaubende Aktion gebucht. SKYDIVING. 
Auch dafür wurden wir wieder eingesammelt und sind mit dem Bus ungefähr zwei Stunden nach Mission Beach gefahren. Der Andrang war riesig, und nachdem wir alle Formulare ausgefüllt hatten, mussten wir einige Stunden warten. Dann ging es auf einmal ganz schnell. Mein Skydive-Trainer kam zu mir, legte mir die Sicherheitsgurte an, erklärte mir kurz den Ablauf, wie ich mich bei Start und Landung zu verhalten hatte und los ging es mit einem weiteren Bus zum Flughafen - mit 7 anderen Skydivern. Wir stiegen in ein kleines Flugzeug, vorne ein Propeller, ohne Sitze und mit einer offenen Tür an der Seite. Daher mein Skydivetrainer und ich als Erstes gesprungen sind, sind wir als letztes eingestiegen und ich konnte das ein oder andere mal meine Hand aus dem Flugzeug halten. Es ging immer höher und höher und ich dachte mir so langsam haben wir die Absprunghöhe erreicht. Aber nein, wir waren erst bei der Hälfte. Nachdem wir dann durch zwei Wolkendecken geflogen sind und über allen Wolken waren, war es dann soweit. 14.000 ft Höhe. Ich muss zugeben, zu diesem Zeitpunkt war mein Puls sicherlich höher als sonst. Mein Bauch hat nur noch gekribbelt. Wir drehten uns zur Tür, knieten uns hin und  haben die Füße nach hinten unter das Flugzeug rausgestreckt. Ein letzter Check, dann 3 - 2 - 1 und ich war im freien Fall. Für 60 Sekunden. Das war ein unbeschreiblich geiles Gefühl. Wir wurden schneller und schneller, es wurde immer lauter und wir kamen dem Boden immer näher. Dann öffnete mein Skydivetrainer den Fallschirm und wir schwebten über der Küste entlang. Ich hatte einen Wahnsinns Ausblick über das Land und den Strand. Grade noch aus guten 4,3 Kilometer Höhe aus einem Flugzeug gesprungen und schon war alles wieder wie normal. Wir landeten sicher am Strand und ich war voller Adrenalin und Glücksgefühle! Dieses Skydiving werde ich nie wieder vergessen! 
Aber unser Urlaub nimmt grade erst Pfad auf..
Mit der Ocean Freedom sind wir am Mittwoch gute eineinhalb Stunden raus aufs Korallenmeer gefahren. Zum Great Barrier Reef! Wir hatten super Glück mit dem Wetter, bis auf ein kleiner Schauer hat die Sonne durchgängig geschienen. Als das Schiff dann irgendwo im Meer angehalten und den Anker gelegt hat, durften wir schnorcheln gehen. Es wurde uns geraten, dass wir einen Stinger-Anzug wegen der Jelly-Fish Saison anziehen sollen. So gesagt, so getan.
Sexy Stinger-Suite
Ich war schon von den ersten paar Blicken unter Wasser extrem beeindruckt. Das Great Barrier Reef ist genauso atemberaubend wie man es sich vorstellt - und in Realität noch mehr! Aber wir hatten ja noch ein Extra dazu gebucht. Scuba-Diving. Adrian und Ich hatten unsere eigene Tauchlehrerin die uns durch einen Teil des Great Barrier Reefs führte. Für mich war es das absolute Highlight bisher. Zwischen Schildkröten, Millionen Fischen und den wunderschönen Riffen zu tauchen ist das Beste was ich bis hierher erlebt habe. Leider hatte ich keine Unterwasserkamera, aber die Bilder in meinem Kopf reichen mir vollkommen aus. DAS werde ich sicherlich immer in bester Erinnerung halten.


Nun war es Zeit, Cairns zu verlassen. Wir holten unseren Mietwagen ab, den wir nun für einen Monat erstmal haben, und fuhren los in Richtung Townsville. Unsere gesamte Route wird von Cairns die komplette Ostküste entlang bis nach Brisbane / Sydney runter gehen. Von Townsville nahmen wir die Fähre zur Magnetic Island. Für zwei Nächte waren wir dort in einem Partyresort. Diese Insel ist wie die kleine Version von Mallorca. Nachts feiern und trinken, tagsüber entspannt auskatern und irgendwo auf der Insel abhängen. Es war allerdings so warm, dass man sich nicht viel bewegen wollte. Wir haben nur eine kleine Ecke der Insel erkundigt, hatten dafür aber einen riesigen Ausblick über Magnetic Island.
Ein Blick von der Insel

Magnetic Island

Die Insel ist ziemlich schön, natürlich tagsüber sehr ruhig. Mir hat es dort sehr sehr gut gefallen. Jetzt sind wir wieder zurück in Townsville, wo wir die nächsten beide Nächte noch schlafen werden, bevor wir in Richtung Airlie Beach aufbrechen. Auf die Whitsunday Islands bin ich schon ganz gespannt, ich hoffe, dass es dort genauso aussieht wie auf den Bildern in unserem Reiseführer. Wenn ja, dann ist das das Paradies auf Erden. 

Viele liebe Grüße und einen schönen Valentinstag,

Jonathan :-*

P.s.: Alles Liebe und Gute zum Geburtstag Bine! Ich denke an dich :-* 


Die kleine Kangaroofamilie

Top of Mount Lofty

Ausblick über Cairns


Irgendwo im Regenwald





Milla Milla Falls

Sunset Magnetic Island


Blick von Townsville auf die Magnetic Island 


Dienstag, 3. Februar 2015

Au revoir Work - Bienvenue Holidays


Am letzten Sonntag war unser letzter Arbeitstag! Gegen 15 Uhr haben wir unseren LKW zurück zum Office gebracht und haben uns ein letztes Mal verabschiedet. Dann sind wir freudestrahlend zurück in unsere Wohnung gefahren. Nun stand auch erstmal einiges wieder an. Wir mussten anfangen zu packen, vorher nochmal alles waschen, und rechtzeitig ins Bett gehen, weil wir uns am Montag ein Auto gemietet hatten, mit dem wir nahezu die gesamte Great Ocean Road abgedüst sind. Früh morgens sind wir losgefahren. Leider war es ziemlich bewölkt, sodass wir nicht viel Sonnenschein hatten, aber trotzdem war es nicht zu kalt und wir konnten uns alles in Ruhe angucken, was wir uns vorgenommen hatten. So fuhren wir mit einem sehr flotten kleinen Wagen die Küstenstraße entlang, bis zu den Zwölf Aposteln zum Port Campbell Nationalpark. Wir hatten extrem viel Spass, vor allem bei den ganzen Kurven und Bergen, die wir hinter uns gelegt haben! Nach einer kurzen Pause irgendwo zwischen Lorne und Apollo Bay (Die Orte müssen euch nichts sagen, dienen nur zur Orientierung, falls ihr grade im Atlas verfolgt, wo ich bin :D ) sind wir gegen Mittag bei den Gibson Steps, dem ersten sogenannten silent Apostle, angekommen. Die Natur war einfach nur beeindruckend und wunderbar!
Dann ging es weiter zu den restlichen Aposteln. An dem Aussichtspunkt, wo man die meisten Aposteln auf einmal sehen kann, unspektakulär twelve apostle genannt, hatte man einen Wahnsinns Ausblick auf die Küste und die ganzen Felsen im Meer! Die steilen Klippen ragten direkt am Strand bestimmt 20 Meter in die Höhe.
Weiter haben wir uns noch die London Bridge und das Loch Ard Gorge angeguckt. Alles war ziemlich umwerfend!
Dennoch war das Schönste die Autofahrt durch die Serpentinen!
Nun werden wir gleich in den Bus nach Adelaide steigen, wo wir wie zwei typische Touristen die Stadt für zwei Tage erkunden und danach nach Cairns zum Great Barrier Beef fliegen! Ich bin sehr gespannt was auf uns zukommt und freue mich riesig!
Silent Apostle

Liebe Grüße, Jonathan :-*


London Bridge

Blick vom Aussichtspunkt Twelve Apostle
Loch Ard Gorge