Sonntag, 3. Mai 2015

Queensland, more then just east coast traveling

"Mit SUV's über den Strand brettern" - So habe ich mir den Fraser Island Trip vorgestellt. Und genau so war es. Wir haben mit einer kleinen Gruppe einen Großteil der Insel erkundigt. Auf dieser reinen Sandinsel gab es viele schöne Dinge zu sehen. Lake Mckenzie, Indian Head und die Champagnepools waren die aufregendsten Sehenswürdigkeiten. Für euch sind das sicherlich nicht mehr als Buchstaben in einer Buchstabensuppe, aber für Kenner sind es die Attraktionen schlecht hin.
lake mckenzie

Ausblick von Indian Head
Nach diesem, Zitat Adrian, "bestem Trip überhaupt" fuhren wir weiter nach Noosa. Noosa ist ein kleiner Ort oberhalb von Brisbane an der Sunshine Coast. Wunderschöne Strände und viele noble Villen sind die Hauptmerkmale dieser Gegend. Dazu gibt es dort aber noch einen Everglades Nationalpark, indem wir eine drei Tage / zwei Nächte Tour verbracht haben. Die sogenannte Tour war eher ein Campingerlebnis mitten in einem Nationalpark ohne alles. Es gab keinen Tourguide oder ähnliches. Wir waren wieder in einer kleinen Gruppe unterwegs und bekamen zu zweit ein Kanu, mit dem wir dann zwei Stunden dem Fluss entlang in die Everglades paddelten, wo dann ein paar Zelte für uns bereits aufgebaut worden waren. Für den nächsten Tag gab man uns den Vorschlag, tiefer in die Everglades zu paddeln, ungefähr eineinhalb Stunden, und einem Hin und Zurück 12km langen Sandweg zu folgen, der einem zu einem Sandpatch führt. Also taten wir das. Nach diesem, bei der Hitze, sehr anstrengendem Weg, kamen wir endlich oben auf der Sanddüne an. Der Ausblick war gigantisch und einfach atemberaubend. Und damit ging unsere letzte gebuchte Tour zu Ende.



Es ging weiter nach Surfers Paradise und Byron Bay, wo wir nochmal lange Tage am Strand die Sonne genießen konnten. Dann stand unsere letzte gemeinsame Station auf dem Plan. Brisbane, von wo Adrian zum Ayers Rock anschließend flog, und ich mein neues Glück finden musste, weil ich ja noch länger in Australien bleiben wollte. Mir gefiel die Stadt so sehr, dass ich am Ende sogar dreimal dort gewesen bin.
Aber der Reihe nach. Adrian und Ich hatten dort noch ein paar Tage, um die Stadt zu erkunden, alles Revue passieren zu lassen und uns dann zu verabschieden. Auch diese Tage gingen sehr schnell rum, sodass der letzte Abend direkt bevorstand. Zur Feier dieser geilen Zeit gönnten wir uns ein leckeres Essen am Ufer des Brisbane River. So schnell geht im Endeffekt dann doch die Zeit rum, wer hätte das bei unserem eher verkorksten Anfang gedacht.
Ich muss sagen, dass es mir sehr viel Spass mit Dir gemacht hat und ich diese Zeit nie vergessen werde!!

Ich fuhr am nächsten Tag nach Hervey Bay, wo ich mir während unserer Reise noch einen Job in einem Hostel klargemacht hatte. Es war dort aber ziemlich langweilig und nichts los. Und dann, auf einmal, überschlugen sich die Ereignisse, und ich saß 17 Stunden lang in einem Zug auf dem Weg ins Outback zu einer Caddle-Farm. Ein deutsches Mädchen erzählte mir, dass sie bei einem Farmer in Charleville zwei Monate lebte. Ich habe diesen Farmer also einfach mal auf Gut Glück angerufen und gefragt, ob er vielleicht Hilfe im Moment gebrauchen könnte. Ein einfaches Ja bekam ich als Antwort und "Such dir einfach den nächsten Zug oder Bus heraus, ich hole dich dann in Charleville ab." Also suchte ich die nächstmögliche Verbindung nach Charleville heraus. Und siehe da: Am nächsten Morgen erst einmal den Bus zurück nach Brisbane nehmen. Mein zweites Mal in Brisbane. Noch am Abend des selben Tages brach ich mit dem Zug in Richtung Charleville auf. 17 Stunden später kam ich an, überglücklich und gespannt auf das was kommt.
5 Wochen später, also ungefähr jetzt kann ich nur sagen: Ich hatte dort die geilste Zeit meines Lebens. Was ich dort erlebt habe, davon habe ich selber nicht einmal geträumt. Einfach der Wahnsinn. Ich habe so viel erlebt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, zu berichten. Jedes mal, wenn ich an mein Outback Erlebnis denke, muss ich grinsen. Ich erzähle es gerne jedem, der sich für Einzelheiten interessiert. Ich kann nur schon mal Stichwörter erwähnen: Hubschrauber, Bulldozer, Wurstfabrik, Autos ohne Scheiben und Bremsen, Dingos und Kängurus, wunderschöne Sonnenuntergänge und die witzigsten Leute.



Damit ging mein Australien-Jahr dann leider verdammt schnell um. Aber im Angesicht dessen, dass ich sehr bald meine Familie und meine Freunde wieder sehe, ist das alles perfekt.
Um all das zusammenzubringen, kann ich nur sagen, dass ich diese Zeit nie wieder vergessen werde und mich immer gerne daran zurück erinnere.
Zurzeit genieße ich auf meinem Rückweg nach Deutschland noch ein klein wenig "Urlaub" auf den Südsee-Inseln in Thailand. Es ist auf jeden Fall sehr nett hier.

Ich freue mich jetzt schon sehr, dass ich euch bald alle wieder sehe!

Euer Jojo :-*



P.s.: Brisbane, die Dritte: Um von Charleville nach Sydney (mein Flieger nach Asien ging von dort) zu kommen, *trommelwirbel* musste ich mit dem Bus nach Brisbane fahren, um von dort nach Sydney weiter fliegen zu können.



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